Sei Stil, Axel Milberg!
24. November 2016
20 Uhr

So ein eigenes kleines Boot zu besitzen gehört wohl zu den großen Träumen, die fast jeder Mann hat. Und dann müsste man einen richtig guten Freund haben, der mit einem an einem schönen Herbsttag auf einen glatten See fährt und mit einem stundenlang herumtuckert und über dies und das redet und die Zeit genießt. Es ist, als würde man die Seele etwas planschen lassen. Ich habe kein Boot, aber einen solchen Freund und wie der glückliche Zufall es will, hat der so ein Elektrobötchen am Ammersee.

Das Gespräch mit dem großen Axel Milberg gibt es in ein paar Tagen, hier schon einmal ein paar Antworten zu einigen meiner bewährten Stilfragen.

 

Wer ist dein Lieblinsgdesigner/dein Lieblingslabel und warum?

“Hackett“ hat für mich diese englische Art des eleganten, aber lässigen Outfits.
Urban oder ländlich, das ist mir von meiner Familie her sehr vertraut: Man kommt vom Land in die Stadt…und man kann immer noch etwas entdecken, an dem Dezenten kleine exzentrische Irritationen. I like.

Von welchem Kleidungsstück wirst du dich nie trennen können?

Ich habe eine grünblaue Kinderkrawatte mit Mottenlöchern.
Mein Vater hat sie mir geschenkt. Sie hat die Farben des Douglas-Clans aus Schottland,
mit dem wir verwandt sind.

Hat jeder, der in Jogginghose rumläuft, die Kontrolle über sein Leben verloren (das zumindest behauptet Karl Lagerfeld)?

Ich finde Lagerfeld sehr amüsant. Allerdings denke ich, hat nicht jeder in Jogginghose die Kontrolle über sein Leben verloren.
Models, aber auch wir Schauspieler, lieben es privat eher lässig. Ohne Gürtel, ohne
irgendeine Einengung herumzuschlurfen. Und viele der reichen Hip-Hoper haben selbstbewusst diesen Look der Kids, die auf der Straße abhängen, in die Mode eingebracht, stimmt’s?

Wonach würde das Parfüm, das du selbst kreierst, duften?

Patschuli oder Pampelmuse. Wenn’s zusammenpasst, können auch beide Düfte
in meiner Kreation auftauchen.

Wer ist oder war der aus deiner Sicht stylischste Mensch der Welt?

Der junge Frank Sinatra und auch der junge Dylan.
Sinatra trug enge Anzüge, coole Stoffe, Hüte mit breiten Hutbändern,
Dylan trug Hut, Federn, Pelz, Ketten – wie ein Fährtenleser im Wilden Westen –
und es passte wunderbar zu ihm.