Escape Town
10. Februar 2017
14 Uhr

Sieben Jahre ist es schon her, dass ich ein Jahr lang in Kapstadt gelebt habe – und da sogar meine erste ganz große Liebe kennengelernt hatte. Marybeth hieß sie und war wie ich damals Model, heute lebt sie in New York. Wenn man in eine Stadt zurückkehrt, in der so Wichtiges geschehen ist, hat man ja immer etwas Angst, dass es der Ist-Zustand nicht mit der Erinnerung aufnehmen kann. Und tatsächlich fühlte es sich etwas komisch an, die Stadt hat sich natürlich enorm verändert – und gleichzeitig lauerten diverse Backflashes an jeder dritten Ecke. Dann kommt man in alte Stammlokale und an Lieblingsorte von einst – und plötzlich ruft einer deinen Namen, und dann triffst du diesen und jenen, und es ist sofort wieder so schön wie ehedem. Ein gutes Gefühl, wenn sich eine gute Geschichte plötzlich fortschreibt.

Damals fuhr ich mit einem uralten, selbst bemalten Käfer durch Kapstadt, dessen Boden so durchgerostet war, dass man den Asphalt vorbeiflitzen sah, während man fuhr. Diesmal war ich deutlich luxuriöser unterwegs, ich hatte nämlich gleich zwei Porsche dabei: den brandneuen 911er Carrera 4 GTS und den großartigen, ebenfalls blitzeblankeneuen Panamera 4 E-Hybrid.

All jene besten Orte, die heute wie damals gleichermaßen geil waren, möchte ich hier als kleinen persönlichen Capetown-Guide vorstellen:

• Bo-Kaap, ein Viertel mit lauter bunten Häuschen, perfekt zum Schlendern. Mein dortiges Lieblingscafé, das ich erst jetzt entdeckt habe, heißt „Bootleggers“ und hat köstliche Snacks und Smoothies im Angebot. Und keiner nervt, wenn man etwas länger rumsitzt, um seinen Laptop am Free Wifi naschen zu lassen.

• Simon’s Town muss ich natürlich allein wegen des Namens empfehlen. Der Boulders Beach ist wegen seiner Pinguinpopulation weltberühmt. Wenn man dort die Brillenpinguine so in Scharen rumwatscheln sieht, denkt man automatisch an den Wiener Opernball, heftiges Fracksausen eben. Am Strand gleich daneben sind es nicht ganz so viele, da erlauben die freundlichen ulkigen Vögel, dass man mit ihnen ein bisschen herumplantscht.

• Die Goodman Gallery im Kapstadter Viertel Woodstock halte ich für die beste Galerie ganz Afrikas. Samstag Vormittag hängen hier gleich nebenan, in der „Old Biscuit Mill“, die coolsten Leute der Stadt ab. Hier lernt man immer Spitzenmenschen kennen und geht inspiriert oder verliebt ins Weekend.  Zudem: afrikanische Kunst, Klamotten, kulinarische Köstlichkeiten und Drinks.

• Am Llandudno Beach habe ich surfen gelernt und wäre in den geilen Wellen schon mal fast umgekommen. Ich bin da richtig abgesoffen, das fühlte sich an wie in einer gigantischen Waschmaschine. Also bitte nur rein, wenn man es auch kann. Links der Bucht gibt es eine wundervolle Nische zwischen pittoresken Felsen. Man kennt sie als In-location für Fotografen, die Bikini-Girls shooten. Es gibt auch geheime Höhlen und Ecken, an denen man wunderbaren Blödsinn anstellen kann.

• Das „Duchess of Wisbeach“ ist mein favourite Restaurant mit Bar. Ich empfehle euch das Bany Chicken oder den wunderbaren Wagyu Burger. Dazu frischen Watermelon Martini oder Negroni. Wenn ihr da seid, sagt Robin an der Bar schöne Grüße von mir, vielleicht gibt er einen aus. Und wenn es auch noch ein Donnerstag sein sollte, dann geht danach um die Ecke in einen Club. Der ist ganz versteckt über einer Shisha Bar, hat keinen Namen – ein echter und wirklich lohnender Geheimtipp.

In Kooperation mit Porsche