Stiering Wheels
03. Dezember 2017
00 Uhr

Wir müssen nicht darüber reden, dass wir Stierkämpfe ablehnen. In der Arena Las Ventas in Madrid finden sie noch statt, ich habe mir auch einen angesehen, aber vor allem um zu wissen, dass ich das nicht haben will.

Als Bayer liebe ich Traditionen, als Bewohner des 21. Jahrhunderts möchte ich aber nicht, dass wir die Dinge tun, die dort getan werden. Ja ich weiß, es geschieht viel Grausameres, aber irgendwo müssen wir ja anfangen, uns von den Resten des Barbarentums zu lösen.

Aber auf Bullen müssen wir nicht verzichten, denn Red Bull hat sich der alten Kampfarena ermächtigt und dort einen Kampf abgehalten, der dem Thrill des Stieraufspießens in nichts nachsteht, außer dass kein Blut fließen muss. Bei Red Bull X-Fighters treten die Helden des Motocross gegeneinander an und machen Stunts, die einem das Bullenherz stillstehen lassen.

Todesmut gehört auch hier dazu, ein ganz junger Matador ist auch gestürzt und musste rausgetragen werden. Aber er hat sein Schicksal selbst gewählt, das ist der Unterschied. Es geht ihm wieder gut. Das kann man von den meisten, der Stiere, die sonst hier antreten, leider nicht sagen.

Viva España, sag ich nur, die Katalanen haben den Stierkampf übrigens vor sechs Jahren verboten.