Endlich (20)18
15. Februar 2018
21 Uhr

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Eigentlich mag ich Bräuche, Überliefertes. Diesen besonderen Reiz, dass man sich an gewissen Tagen an dem gleichen Schabernack erfreut, wie irgendein Ururgroßirgendwer, dem die Erfindung der Dampfmaschine als Verrücktheit vorkam, die sich nie durchsetzen würde.

Im Alpenraum muss man Obacht mit den Traditionen geben, die Leute nehmen es manchmal ganz schön ernst – mit Ihren Trachten und handgeschnitzten Masken, mit denen sie Wintergeister vertreiben, an die keiner mehr glaubt. Trotzdem natürlich geil.

Was mir allerdings immer auf die Nerven gegangen ist, sind Silvesterbräuche. Jedes Jahr derselbe Unsinn, nämlich: „same procedure as every year“. Ich fand diesen besoffenen Butler, der seit zu vielen Jahrzehnten in „Dinner for one“ über sein Tigerfell stolpert, nie amüsant. Zumal er ja kurz vor Mitternacht für genau das stand, was wir später in der Nacht zwangsläufig wurden: peinliche Besoffene, die irgendwo anrennen. Das Zinngießen ist inzwischen verboten, die kollektive Böllerei eine gigantische Umweltbelastung und Tierquälerei.

Also hatte ich Ende vergangenen Jahres beschlossen mir neue Traditionen für den Jahreswechsel auszudenken. Mir fiel meine Großmutter Marianne ein, die ein wildes Huhn war und sich sehr für die Idee begeistert hätte. Sie liebte es, Konventionen abzuschütteln. Und ich glaube, sie ist der Grund, weshalb wir Lohmeyermänner solche Softies, Hippies und Feministen geworden sind. Weil Marianne täglich bewiesen hat, wer hier das starke Geschlecht ist. Sie war Diskuswerferin, Kugelstoßerin – aber vor allem besiegte sie meinen Vater bis ins hohe Alter beim Armdrücken.

Sie war nicht bloß ein Kraftwerk, sie betrieb auch eines. Sie besaß eine alte Mühle an der Moosach, einem typisch bayerischen, rauschenden Bächlein, und stellte damit Ihren eigenen Strom für sich und die Nachbarn her.

Silvester 2017 sollte also genau dort stattfinden, wo ich so viele Erinnerungen habe – an Lagerfeuer, Bogenschießen, Angeln, und Armdrücken eben. Eine bunte Runde an besten Freunden kam mit und wir haben ein Dreitagesfest daraus gemacht. Meine Idee für die neue Silvestertradition: Jeder bringt eine Kunstfertigkeit mit, die er den anderen beibringt. So geht jeder mit einer neuen Fertigkeit ins neue Jahr. Mein Malerfreund Maximilian Magnus brachte uns seinen besonderen Malstil bei, es wurde getöpfert, bodygepaintet und viel gesungen.

Ich habe allen beigebracht, wie man köstliche Drinks zubereitet – was ich ja selbst erst im vergangenen Jahr bei den Hennessy-Events gelernt habe. Natürlich habe ich eigene Versionen daraus gebastelt, sonst ist es ja keine Erfindung (alle professionellen Barkeeper mögen mir vergeben).

The Grand-Ma Rianne (weil der mich an die winterlichen Bratapfelabende mit meiner Oma erinnert)

• 3 cl Hennessy 

• 1 cl Falernum-Sirup

• 3 cl naturtrüber Apfelsaft

• 1 Schuss Angostura Bitter

• 1 Spritzer Zitronensaft

Und das mit einer Stauber Zimt und einer ganzen Zimtstange garnieren. Das gibt man alles in einen Mixer und schüttelt es gut durch, in ein Glas mit Eis und mit Zimt und Zimtstange garnieren.

 

Moosacher Moosbeeren Punch (die Beeren wachsen im Herbst rundum der Moosach, naja und im Supermarkt gibt es sie auch)

• 1 Liter Hennessy

• 600ml Ruby Port

• 200ml Johannesbeerensaft

• 600ml Moosbeeren-Saft (Cranberry)

• 300ml Einfacher Sirup

• 600ml Fresh Lemon Juice

• 900ml Ginger Ale

• JEDE MENGE Moosbeeren, Blaubeeren, Himbeeren etc.

• 1 Zitrone in Spalten

Alles als Bowle ansetzen, durchziehen lassen und schließlich mit Eis servieren.

 

HIER findet Ihr noch viele weitere Hennessy Drink Rezepturen <3 (von Professionellen Barkeepern)

In Kooperation mit Hennessy