Einmal um die Welt bitte!
06. November 2018
19 Uhr

Erinnert Ihr Euch an Phileas Fogg? Das ist diese durchgeknallte und ungemein stylishe Literaturfigur, die im Roman von Jules Verne in einem Heißluftballon in sagenhaften 80 Tagen um die Welt gefahren ist.

Schon als ich geboren wurde, konnte man theoretisch in 80 Stunden locker einmal um den Globus jetten, aber dieser Typ faszinierte mich.

“Mr. Fogg played, not to win, but for the sake of playing“, schriebt Verne – vermutlich liegt darin unser tieferes Verständnis. Die Welt ist leider nicht interessanter geworden, indem sie für einen Großteil von uns sieben Milliarden available wurde. Das ist ein grauenvoller, snobistischer Gedanke, ich weiß. Aber, so steht es im Roman; „If to live in this style is to be eccentric, it must be confessed that there is something good in eccentricity.”

Als die Einladung gekommen war, in einem solchen Ballon über Marokko zu fliegen, waren alle Kindheitserinnerungen und gemeinsamen Abenteuer im Kopf mit Mister Fogg sofort wachgeküsst.

“Monsieur is going to leave home?“ „Yes,“ returned Phileas Fogg. „We are going round the world.”

Wir müssen uns heute natürlich zweimal überlegen und uns hinterfragen, wenn wir uns an der Ursprünglichkeit und Wildheit anderer Völker erfreuen – und naja, auch ergötzen. Gehen wir damit unserer eigenen romantischen Idee von Postkolonialismus auf den Leim?

“Why, you are a man of heart!?“ (…) „Sometimes,“ replied Phileas Fogg, quietly; „when I have the time.”

Ich flog über dieses unglaubliche Land und weiter als den Ballon über mir ließ ich meine Gedanken und meinen Geist fliegen, ganz weit weg von den Zwängen unserer Zeit. Und plötzlich war unser Ballon in der Luft das Zentrum, so wie man es sich halt denkt, und die Welt unter mir schwebte dahin. Wir hoben ab über das Atlasgebirge und alte Berberdörfer, mit Bedacht und beinahe unerträglicher Ruhe sinkt die Erdumdrehung unter einem dahin.

Man war eins mit dem Wind und seiner Richtung. Der Ballonfahrer hat uns sehr knapp über Baumwipfel und Dörfer fliegen lassen, sodass wir in Vogelperspektive das Land sehr pittoresk erleben durften. Manch ein Bauer auf seinem Esel bei der Minzernte hat doof geschaut oder fröhlich gewunken.

Da wurde mir erst klar, dass genau darin der Unterschied zum Flugzeug liegt, der Ballonfahrer ist noch beim Geschehene auf der Erde, dem der Fliegende sich entzieht.

“I see that it is by no means useless to travel, if a man wants to see something new”

Wie Mister Fogg landeten wir zwischendurch, dort wo es wichtig war, die Vogelperspektive zu verlassen und den Blick auf Augenhöhe zu richten.

Zumal ich ja nicht nur Bilder im Kopf schaffen wollte, sondern auch auf meine neuen HTC U12+ Smartphone, mit der ersten Kamera, die sich qualitativ mit den großen mechanischen Fotokunstmaschinen messen darf.

 Der Souk in Marrakesch wurde natürlich wegen seines farbenfrohen Seins und den tausenden Fotomöglichkeiten ausgiebig ausgekostet.

Unser Fremdenführer Hassan Maouhoub hat uns durch alle Fertigkeiten des Marktes gescheucht, von Schmieden, zu den Schuhmachern, die Teppich und Taschen Verkäufer, zu den Schreinern und Heilern.

“It’s really useful to travel, if you want to see new things.”

Eine Nacht haben wir in einem Wüstencamp übernachtet, raue Steinwüste unter dem Popo, aber tausende Sternschnuppen über dem Kopf.

„A minimum put to good use is enough for anything“, wie mein Mister Fogg es vortrefflich formuliert hat. One day I fly away.

In Kooperation mit HTC & Qualcomm